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|BücherArchitektur und Städtebau

Mittler, Macher, Protestierer

Intermediäre Akteure in der Stadtentwicklung

Mittler, Macher, Protestierer

Fachbuch

Autoren: Olaf Schnur, Sebastian Beck

Verlag: Jovis Verlag GmbH

12,95 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2016, 128 Seiten, Paperback

Inhalt

Das klassische repräsentativ-demokratische System, das Beteiligungschancen für alle garantiert, ist unter Druck geraten. Es stellt sich die Frage, wie die Interessen der Bürgerinnen und Bürger bei Stadtentwicklungsthemen wieder stärker Eingang in demokratische Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse finden können. Die These dieses Debattenbuchs ist es, dass ein großes Potenzial in der Akteursgruppe der "Intermediären" liegt, die sich in den letzten Jahren vervielfältigt und weiterentwickelt hat. Intermediäre stehen als Mittler, Macher und Protestierer nicht mehr nur für den Transfer zwischen "System-" und "Lebenswelt", sondern auch für netzwerkartige Co-Produktion und neue Regelungs- und Steuerungsformen zwischen Kommune, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Anders als üblich wird in diesem Buch nicht die lokale Demokratie auf "Systemfehler" untersucht, sondern die Frage gestellt, wie an der Schnittstelle zwischen Government und Governance Kooperationen verschiedenster Akteure gut gelingen können.

Rezension

Mittler, Macher, Protestierer

Intermediäre sind Vermittler zwischen verschiedenen Interessengruppen in der Stadtentwicklung, die zumeist außerhalb etablierter Schauplätze von Kommunalpolitik und Verwaltung agieren. Sowohl Bürgerinitiativen als auch Unternehmerverbände, Parteien, Stiftungen, Vereine, Honoratiorenstammtische und Blogger zählen dazu.
Die Autoren Sebastian Beck und Olaf Schnur nehmen diese Akteure unter die Lupe. Dabei entsteht eine Art soziologisches Thesenpapier: Umfangreich erläutern sie Forschungsinteresse und Herangehensweise. Danach entwickeln sie eine Kategorisierung verschiedener Intermediäre und analysieren deren Interessenlagen, Stärken und Schwächen.
Leider bleibt der Band an dieser Stelle stehen. Damit liefert er zwar Thesen, an denen sich ein sozialwissenschaftliches Publikum mit Gewinn abarbeiten kann. Projektentwickler und andere Beteiligte dürften aber eher daran interessiert sein, Diskussionsplattformen und Strategien für den Umgang mit Intermediären aufzubauen. Dazu leisten die Autoren leider kaum Hilfe, wenn man von einem doch recht abstrakten Aufruf zur Debatte auf Augenhöhe und zur Ausrichtung auf das Gemeinwohl absieht.


Volker Thies, Immobilien Zeitung 5, 2. Februar 2017

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