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|BücherArchitektur und Städtebau

Ephemere Stadtentwicklung

Ephemere Stadtentwicklung

Fachbuch

Autoren: Paola Alfaro d'Alencon, Bettina Bauerfeind, Daniela Konrad

Verlag: DOM Publishers

48,00 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2017, 192 Seiten, gebunden

Inhalt

In einer immer dynamischer werdenden, ­urbanisierten Welt sinkt die Reichweite des Planbaren, ­während der Planungsbedarf ­städtischer ­Räume steigt. Dieses ­Handbuch setzt sich mit Denkansätzen und Arbeits­modellen auseinander, die die Frei­räume und Unbestimmt­heiten dieser ­Situation als ­Stärke begreifen, um nachhaltige ­Impulse in der Stadtentwicklung zu setzen. Anhand von Fallbeispielen, Fachdiskussionen und zahlreichen Gastbeiträgen von Experten aus Wissen­schaft und Praxis werden innovative ­Formate der Pro­duktion, Umgestaltung und Aneignung von städtischen Räumen vorgestellt. - Diskussionsgrundlagen für kommunale Entscheidungs­träger und Multiplikatoren - Methoden für die akademische Forschung und Lehre ­sowie die planerische Praxis - Analysen und Planungsinstrumente für partizipative, ­prozesshafte Stadtentwicklung

Rezension

Lösung nur für Krisenfälle

Ephemere Stadtentwicklung bedeutet nach Auffassung der Autoren sowohl nur vorübergehende Nutzungen für Grundstücke und Gebäude als auch Planungsprozesse, die nicht auf den üblichen Wegen verlaufen. Der Band dokumentiert Ergebnisse eines Forschungs- und Lehrprojekts der TU Berlin und der Wüstenrot Stiftung, das sich von 2012 bis 2014 mit diesen Themen befasste. Sowohl theoretische Konzepte als auch Beispiele für ephemere Planungsprozesse werden behandelt.


Obwohl den Autoren die Wertschätzung für Immobilienentwicklungen abseits von Marktwirtschaft und Kommunalverwaltung anzumerken ist, können sie kaum verbergen, dass es sich dabei um Randphänomene handelt. Von den vier ausführlich vorgestellten Beispielen Leipzig, Berlin, Frankfurt und Mannheim wurden lediglich in Leipzig tatsächlich Projekte umgesetzt. In den übrigen Städten blieb es bei Absichtserklärungen. Unter dem Strich bleibt der Eindruck, dass ephemere Stadtentwicklung vor allem ein Instrument für Kommunen, Quartiere und Immobilien in Krisen und ohne privatwirtschaftliche Entwicklungsperspektive ist. In der aktuellen Boomphase finden sich solche Freiräume in größeren Städten jedoch kaum noch. Es bliebe also allenfalls die Frage, ob und wie sich ephemere Planungs- und Nutzungsexperimente auch in Kleinstädten oder auf dem Land umsetzen lassen. Doch das behandelt der Band nicht.


Volker Thies, Immobilien Zeitung 29, 20. Juli 2017

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