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Wenn Du nicht mehr brennst, starte neu!

Mein Leben als Historiker, Journalist und Investor

Wenn Du nicht mehr brennst, starte neu!

Ratgeber

Autor: Rainer Zitelmann

Verlag: Finanzbuch Verlag

24,99 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2017, 293 Seiten, gebunden

Inhalt

Journalist und Unternehmer, Historiker und Immobilieninvestor, Bodybuilder und Reichtumsforscher, erst Maoist, später Multimillionär. Rainer Zitelmann hat in 60 Jahren kaum etwas ausgelassen. Er war erfolgreicher Verleger, meinungsstarker Journalist, international angesehener Hitler-Biograf und Bestsellerautor. Mit 59 Jahren verkaufte er sein erfolgreiches PR-Unternehmen und schrieb seine zweite Doktorarbeit, die jetzt als Buch erschien: Psychologie der Superreichen. Rainer Zitelmanns »Lehr- und Wanderjahre« vom Historiker zum Journalisten und Multimillionär sind nicht nur ein spannender Blick zurück auf 60 Jahre beeindruckende Leistungen, sondern auch eine Inspiration: Wenn du nicht mehr brennst, starte neu!

Rezension

Denke, sage, schreibe und tue, was du wirklich willst!

Für Rainer Zitelmann gibt es keine passende Schublade. Das hat weniger damit zu tun, dass er seit 40 Jahren Gewichte stemmt (und über diesen Sport natürlich ein Buch geschrieben hat – so wie er es ansonsten gerne über Reichtum, Adolf Hitler und Immobilien tut), sondern vielmehr damit, dass er ein radikales Verständnis von Freiheit hat. Zitelmann, Publizist, Immobilienunternehmer, bekennender Nationalliberaler, Kirchgänger und Multimillionär, denkt, was er will, sagt, was er will, und seit seinem achten Lebensjahr schreibt er, was er will.


Der Mann, der nächsten Monat 60 wird, polarisiert und erscheint in seiner Autobiografie „Wenn du nicht mehr brennst, starte neu" auf den ersten Blick frei von Selbstzweifeln. Wer außer Zitelmann, studierter Historiker und Soziologe, schreibt schon über sich selbst: „Ich finde mein Leben unglaublich interessant, aufregend und vor allem ziemlich ungewöhnlich. Das reicht mir als Grund, um darüber zu berichten."?


Doch keine Sorge: Die 293 Seiten geraten nicht zu einer lästigen Selbstdarstellung eines durchaus großen Egos. Zitelmann beschreibt denkbar direkt, sehr kurzweilig und bisweilen höchst amüsant das Leben eines bewegten Mannes, der auf gewaltigen Umwegen vom Maoisten, der als Teenie die Peking Rundschau las und ein Stalin-Plakat an der Wand hängen hatte, zum Strippenzieher in der Immobilienwirtschaft wurde. Er zeichnet das Bild eines Menschen, dessen Leben viele radikale Brüche kennt, der Tiefschläge wie Alkoholsucht wegsteckte und der erst in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre begann, sich mit Immobilienthemen zu befassen. Um reich zu werden, wie er sagt, und zwar aus vier Gründen: Freiheit, Sicherheit, Erfolg bei Frauen und: „Ich wollte mir und anderen etwas beweisen."


Zitelmann, der sich selbst als Intellektueller bezeichnet, begann, Wohnungen zu vermitteln, er kaufte selber eine Immobilie nach der anderen, und bei der Tageszeitung „Die Welt" erfand er die tägliche Immobilien-Seite, durch die er das Immobilien-Business selber immer besser verstand. Im Oktober 2000 machte er sich mit seiner PR-Agentur Dr. Zitelmann PB selbstständig, wurde mit ihr Marktführer (Gewinnmarge bis zu 63% p.a.) und verkaufte das Unternehmen Anfang 2016 an seinen langjährigen Mitarbeiter Holger Friedrichs. Derzeit arbeitet er für die Berliner Unternehmen Michael Schick Immobilien und Zabel Property.


So unterhaltsam Zitelmann auch schreibt, so sehr zählt ZIA-Präsident Andreas Mattner wahrscheinlich zu den wenigen Personen, die bei der Lektüre der Autobiografie schäumen. Zitelmann lässt in seinem Buch keinen Zweifel daran, wen er schätzt, darunter Kunden seiner einstigen Positionierungsberatung und einige wenige seiner früheren Mitarbeiter. Und er schreibt unverblümt, von wem er wenig bis gar nichts hält. Hier befindet sich Mattner immerhin in prominenter Gesellschaft von Angela Merkel, Konrad Adenauer und Rolf Hochhuth.


Bleibt noch der zweite Blick. Auf den erscheint der Autor keineswegs völlig frei von Selbstzweifeln. Er überrascht mit einer Fülle von Selbstkritik, die nicht viele Chefs zu üben in der Lage sind. „Ich habe eine starke rechthaberische Ader, wie der Leser dieses Buches unschwer erkennen mag", schreibt er. In Bezug auf seine PR-Agentur bekennt er, sie habe „viele gute Mitarbeiter verloren, vor allem durch meine Schuld". Zitelmann: „Mir fiel es schwer, mich dauerhaft zu ändern".


Das ist kein Widerspruch zum Titel des Buchs, das das Prädikat lesenswert verdient. Er ist eben kein Aufruf, sich selber zu ändern, sondern ein Plädoyer dafür, ETWAS zu ändern, wenn man für das Bisherige nicht mehr brennt. Dazu liefert die Autobiografie viele Anregungen – vom Schritt, sich selbstständig zu machen, bis zum Abonnement der Peking Rundschau (heute: Beijing Rundschau).


Bernhard Bomke, Immobilien Zeitung 21, 26. Mai 2017, Seite 14

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