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Wohneigentum

Herausforderungen und Perspektiven

Wohneigentum

Fachbuch

Herausgeber: Michael Voigtländer, Otto Depenheuer

Verlag: Springer Verlag

109,99 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2 Wochen
1. Auflage, 2014, 260 Seiten, gebunden

Inhalt

Wohnungspolitik war das beherrschende Thema der Wirtschaftspolitik aller Bundesregierungen in den Nachkriegsjahren. Nach Jahrzehnten abnehmender Bedeutung wird Wohnungspolitik erneut zu einer zentralen Agenda der Wirtschafts- und Sozialpolitik und stellt die wissenschaftliche Forschung vor neue Herausforderungen. Zahlreiche aktuelle politische und gesellschaftliche Herausforderungen (Knappheit von Wohnraum, demographischer Wandel, Energiepolitik und Klimaschutz, Finanzierung in Zeiten der Finanzkrise, Immobilien als Altersvorsorge) haben unmittelbare Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Vorliegender Sammelband sucht diese Aspekte aus dem Blickwinkel unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen zu analysieren, Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren und derart fundierte Empfehlungen an die Politik zu formulieren. Ziel dieses Buches ist es, die wohnungspolitische Diskussion anzuregen und Anstöße für eine Weiterentwicklung günstiger Rahmenbedingungen zu geben

Rezension

Wohneigentum einmal ganz genau betrachtet

Nichts ist in der deutschen Seele tiefer verankert als der Wunsch, als höchstes Lebensziel die Verwirklichung des Wohneigentums anzustreben. Auch, oder vielleicht auch gerade deshalb, weil der Großteil der Deutschen eben nicht in den eigenen vier Wänden (43%), sondern gemieteten (57%) haust. Norweger (86% Eigentum), Spanier (86%), Iren (78%) oder sogar Franzosen (55%) haben es da scheinbar deutlich besser.
Michael Voigtländer und Otto Depenheuer als Herausgeber haben beschlossen, den Mythos Wohneigentum zu ergründen. Heraus kam dabei das gleichnamige Werk „Wohneigentum – Herausforderungen und Perspektiven", das nun in der Bibliothek des Eigentums des Springer Verlags erschienen ist. Das Bedürfnis nach Wohnen betrifft in der Tat jeden, ob als Mieter oder Eigentümer. Und das war schon immer so, wie der philosophische Blick auf das Thema zum Einstieg in das Werk zeigt. Wohnen wird dabei „als Bild des Aufenthalts des Menschen auf der Erde und damit auf die Endlichkeit des Daseins" gesehen. Wen wundert es da, dass uns das Thema zwar nicht ganz bei Adam und Eva, aber doch im Markusevangelium (4, 32) kulturgeschichtlich relativ früh begegnet. Weiter geht es durch die Geschichte der Philosophie, von Aristoteles bis Heidegger. Ein sehr gelungener und ungewohnter Blick auf die Thematik.
Den Schwerpunkt des Buchs bildet jedoch die Wohnungspolitik, der die Autoren zunächst einen ähnlich anschaulichen und umfassenden historischen Abriss gönnen – vom vorrevolutionären Frankreich und Jean-Jacques Rousseau bis in die deutsche Gegenwart. Der Abriss zeigt: Wohnungsbaupolitik unterlag immer auch den Launen und Zwängen der Zeit. Stand sie nach dem Zweiten Weltkrieg im Zeichen des Wiederaufbaus und der schnellen Schaffung von Wohnraum, rückte der soziale Aspekt in den 60er und 70er Jahren zunehmend in den Vordergrund, ehe die Wohnungsbaupolitik in den 80er und 90er Jahren zur Nischenpolitik schrumpfte, um nun im zweiten Jahrzehnt des Jahrtausends mit Mietpreisbremse & Co. ein ordentliches Comeback hinzulegen.
In der Gegenwart angekommen öffnet sich das Werk zu einem Themenkompendium rund um das Wohneigentum. Vom Wesen des Deutschen Wohnungsmarkts über einen Überblick über den Wohnungsbau in Deutschland allgemein (privat vs. öffentlich) bis hin zur wirtschaftlichen Bedeutung, dem Wohnungsbau als sozialpolitischem Element und selbst steuerlichen Aspekten spannt sich der Bogen an Themen, derer sich die Autoren annehmen. Und die sind allesamt Experten auf ihrem Gebiet – fast durch die Bank Inhaber einschlägiger Lehrstühle an deutschen Hochschulen.
Kurzum: hier wird das Thema Wohneigentum von etlichen, mitunter eher ungewöhnlichen Blickwinkeln betrachtet. Und genau jede Blickwinkel sind es, die dieses Buch interessant, weil kurzweilig machen. Ein gelungener Einstieg in die Thematik ist es allemal.


Andreas Nöthen, Immobilien Zeitung

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