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|BücherPlanung/Bau

Inklusives Wohnen

Bestandsaufnahme, Best Practice von Wohnprojekten für Erwachsene mit Behinderung in Deutschland

Inklusives Wohnen

Fachbuch

Herausgeber: Georg Theunissen, Wolfram Kulig

Verlag: Fraunhofer IRB Verlag

45,00 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2016, 206 Seiten, Paperback

Inhalt

Die allgemein gültige Vorstellung des Wohnens in der westlichen Welt ist zentral mit einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus verknüpft. Dieses eigene Heim ist mehr als eine Behausung; es ist ein Ort des Rückzuges und der selbst kontrollierten Sozialkontakte. Problematisch ist die Umsetzung des Rechtes auf ein Leben in privater Häuslichkeit immer dann, wenn es mit einem Hilfebedarf durch Dritte aufgrund der individuellen Voraussetzungen oder der biografischen Situation verbunden ist. Spezielle Anforderungen an das Wohnen, die mit einer Behinderung als besonderer Lebenslage einhergehen, werden unter theoretisch-konzeptionellen und praktischen Gesichtspunkten diskutiert werden. Der Begriff der Behinderung wird erläutert, die Personengruppe näher beschrieben, ein kurzer historischer Exkurs unternommen und schließlich den aktuellen Fragen des Wohnens von Menschen mit Behinderung nachgegangen, die in den Einzelbeiträgen dieses Bandes aufgegriffen werden.

Rezension

Alternativen zum Behindertenheim

Menschen mit Behinderungen in Heimen unterzubringen, findet immer weniger Akzeptanz bei Betroffenen und ihren Familien. Aber auch öffentliche Stellen sind spätestens seit der UN-Behindertenrechtskonvention von 2006 dazu aufgerufen, Behinderten ein möglichst selbstbestimmtes, in die Gesellschaft eingebundenes Leben zu ermöglichen. Wie entsprechende Angebote aussehen können, stellt der Band „Inklusives Wohnen" vor.
Um die bautechnischen Details geht es dabei aber allenfalls am Rande. Die Autoren befassen sich vielmehr mit wissenschaftlichen Fragen zum Zusammenspiel von Wohnformen, Betreuungsleistungen und sozialem Umfeld. Auch Regeln und Probleme der Finanzierung von Behindertenarbeit kommen zur Sprache. Immerhin setzt sich ein Kapitel mit Verordnungen und Normen zum barrierefreien Bauen auseinander. Knapp die Hälfte des Buchs besteht aus Vorstellungen verschiedener Wohnprojekte. Auch dabei stehen eher Betreuung und Formen des Zusammenlebens im Mittelpunkt als die Gebäude, in denen sie stattfinden.
Wer sich mit Wohnprojekten für Menschen mit Behinderung befasst, wird zur reinen Baugestaltung wenig aus diesem Band mitnehmen können. Einblicke in pädagogische, soziale und rechtliche Rahmenbedingungen liefert er allemal und dadurch einen Beitrag zum fachlich breiten Verständnis solcher speziellen Wohnprojekte.


Volker Thies, Immobilien Zeitung

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