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|BücherArchitektur und Städtebau

Die Siedlung in der Stadt

Umformulierung eines ungeliebten Raummodells

Die Siedlung in der Stadt

Fachbuch

Autoren: Volker Kleinekort, Astrid Schmeing

Verlag: Jovis Verlag GmbH

32,00 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2016, 217 Seiten, Paperback

Inhalt

Der Siedlungsbau der Nachkriegsmoderne hat keinen guten Ruf, folgen die Zeilenbauten in ihrer monostrukturellen Anlage doch der funktionalistischen Idee einer aufgelockerten Stadt und nicht dem heute geltenden urbanen Leitbild von Dichte, Durchmischung und Vielfalt. Auch hinsichtlich ihrer Bausubstanz sind diese Siedlungen in die Jahre gekommen. Aus ihrer negativen Wahrnehmung heraus werden sie vielerorts entweder überformt oder, im Falle einer Sanierung, zumeist nur nach energetischen Aspekten verändert. Doch beide Lösungen werden den Nachkriegssiedlungen in keiner Weise gerecht. Diese Publikation stellt die Frage nach dem Wohnen in Siedlungen der Nachkriegszeit neu und will damit deren urbane Potenziale ins Blickfeld rücken. Anhand detaillierter Analysen ausgewählter Siedlungen werden integrierte Entwicklungsmöglichkeiten und Umbaustrategien definiert. Diese gehen über die übliche Praxis einer architektonischen Sanierung hinaus, denn sie begreifen die Siedlungen als urbanes Element von Stadt und tragen dadurch auch zu einem erweiterten Verständnis von städtischem Raum bei.

Rezension

Die Siedlung in der Stadt

Wohnsiedlungen aus der Nachkriegszeit haben oft ein schlechtes Image: zu viel Grün und zu wenig Dichte für heutige Ansprüche, schlechte Service- und Verkehrs-Infrastruktur, Abkopplung von umliegenden Stadtquartieren und wenig anheimelnde Gestaltung. Im vorliegenden Band setzen sich Forscher der Hochschulen Rhein-Main und Darmstadt mit diesen Schwächen auseinander und zeigen, wie man sie ins Positive wenden kann.
Für Praktiker aus dem Planer- und Entwicklerfach dürften dabei die grundsätzlichen Überlegungen zur Raumordnung weniger spannend sein, die Praxisbeispiele aber umso mehr. Anhand von 15 Siedlungen aus Herten, Frankfurt, Darmstadt und Karlsruhe exerzieren die Forscher zunächst durch, wie sich übersichtliche Bestandsaufnehmen von Verkehrsanbindung, Bausubstanz und innerer sowie benachbarter Infrastruktur auf jeweils sechs Buchseiten erstellen lassen. Dabei kombinieren sie harte Fakten zu Mietpreisen, Bewohnerschaft und Sanierungszustand mit städtebaulichen Besonderheiten, die angenehm konkret statt architektonisch-blumig daherkommen. Ebenso handfest und einleuchtend sind die Vorschläge zur Siedlungsentwicklung, die sich von der groß angelegten Nachverdichtungsstrategie bis hinunter zu zusätzlichen Zebrastreifen oder Aushangkästen am Quartiermanagement-Büro erstrecken.
Den nächsten Schritt einer umfassenden und detaillierten Quartiersplanung und -aufwertung exerzieren die Autoren anhand der Frankfurter Märchensiedlung auf 18 Seiten durch und berücksichtigen dabei auch betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten, wie Zwischenerlösen zur Finanzierung der Gesamtstrategie.
Der Band kann damit als Beispiel dienen, wie Entscheidungsträger gleichermaßen stringent und kreativ an die Weiterentwicklung von Wohnquartieren herangehen können.


Volker Thies, Immobilien Zeitung

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