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|BücherPlanung/Bau

Robotic Building

Architecture in the Age of Automation

Robotic Building

Fachbuch

Herausgeber: Gilles Retsin, Manuel Jimenez, Mollie Claypool

Verlag: edition detail

49,90 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2019, 128 Seiten, gebunden, Englisch

Inhalt

Der Einsatz von Robotern in der Architektur ist schon heute Alltag: vom Gebrauch des Computers als Entwurfs- und Planungsinstrument bis hin zu aufwändig programmierten Maschinen. So entstehen zum Beispiel mit Hilfe von 3D-Druck-Robotern komplexe Formen, und autonom agierende Schwarmroboter können im Zusammenspiel immer größere Strukturen errichten. Und das Potenzial der Künstlichen Intelligenz in Architektur, Baukonstruktion und Bautechnik ist noch lange nicht ausgeschöpft.


Doch wie wirkt sich der Einsatz von Robotern auf die so entstehenden Bauten aus, und wie beeinflusst er das Denken und Planen der Architekten, die mit ihnen arbeiten? Werden Architekten bald zu Programmierern von Algorithmen? In Robotic Building gehen die Herausgeber Gilles Retsin, Manuel Jimenez Garcia, Mollie Claypool und Vicente Soler diesen Fragen nach. In fünf Kapiteln untersuchen sie die Möglichkeiten von Robotern für Entwurf, Formgebung und Konstruktion, wobei weniger die Algorithmen als die praktischen Beispiele im Fokus stehen. Diese reichen von Gramazio Kohlers Experimenten mit komplexen, von Robotern gefertigten und errichteten Holzbauten, über die erste von Robotern gebaute Brücke in Eindhoven, bis hin zu 3D Druck mit Beton und dem Einsatz von Schwarmrobotern als Konstruktionsroboter. Jedes Kapitel wird thematisch von einem Essay eingeleitet und mit drei Projektbeispielen dokumentiert. Ein weiteres Kapitel befasst sich damit, wie die Architektur selbst zum Roboter werden kann: mit dem voll-automatisierten Haus und ähnlichen Konzepten, in denen der Roboter mit der Umwelt verschmilzt und Teil unseres Erlebens wird.


Das Buch liefert einerseits einen Überblick über den internationalen Forschungsstand zum Einsatz von Robotern in der Architektur, unter Beteiligung von internationalen Forschungsteams wie der Bartlett School in London, der ETH Zürich, sowie MIT und Harvard in Cambridge. Andererseits ist sein erklärtes Ziel, eine Diskussion darüber anzustoßen, was das Wesen von Architektur und ihrer Produktion ausmachen kann, wenn die menschliche Arbeitskraft nicht mehr gebraucht wird. Mit einem Vorwort von Mario Carpo und Beiträgen von Maria Yablonina, Philip Yuan, Greg Lynn, Antoine Picon und weiteren Autoren.

Rezension

Wenn Roboter bauen: Die schöne Welt der Prototypen

„Wir sind die Roboter" – 1978 landete die Band „Kraftwerk" mit diesem Lied einen Hit. Was damals klang wie Zukunftsmusik, bestimmt Jahre später den Produktionsalltag in der Industrie. Einzig in der Bauindustrie funktioniert (fast) alles wie gehabt, wird mittels Muskelkraft Stein auf Stein gesetzt. Der Kollege Roboter ist auf Baustellen selten anzutreffen. Das Autorenteam dieses Buches freilich vermittelt ein anderes Bild. Das von Maschinen, die filigranste Teile und hochkomplexe geometrische Formen erschaffen, um daraus futuristisch anmutenden Gebilde zu komponieren, etwa einen Filament Pavilion für das Londoner Victoria and Albert Museum oder geschwungene Ziegel-Außenwände einer Galerie in Schanghai. Fotos zeigen eindrucksvoll, was Roboter und 3D-Druck jetzt schon leisten können. In begleitenden Texten machen die Autoren uns Leser vertraut mit der Entwicklung digitaler Technologien in der Architektur, Vordenkern wie Behrokh Koschnevis von der Columbia University und mit Materialien. Nur: Mit der Realität auf dem Bau hat die beschriebene Prototypenwelt aus dem Labor nichts zu tun. Auf Baustellen gilt es schon als riesiger Fortschritt, wenn Drohnen das Baufeld präzise scannen. Die Autoren bringen den Zwiespalt fragend auf den Punkt: „Wir waren nie digital, wie können wir dann post-digital sein?" Antwort offen. Ebenso was geschähe, wenn menschliche (Bau-)Arbeit überflüssig würde. Das wird zuerst die Bauarbeiter interessieren, die Kollege Roboter ersetzt. Es ist aber auch die Aufforderung an die Leser, über die gesellschaftlich Folgen des digitalen Umbruchsauf dem Bau in der Architektur und der Bauproduktion nachzudenken.


Monika Hillemacher, Immobilien Zeitung 48, 29. November 2019

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