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Gewerbliche Immobilienfinanzierung

Gewerbliche Immobilienfinanzierung

Fachbuch

Autor: Werner Gumpp

Verlag: C. H. Beck

79,00 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2020, 341 Seiten, Paperback

Inhalt

Das Buch bietet alle wichtigen Informationen rund um die Finanzierung gewerblicher Immobilienprojekte:
- Die rechtlichen Grundlagen der gewerblichen Immobilienfinanzierung
- Überblick über nationale und internationale Dokumentationsstandards (vdp-Musterkreditverträge, Standardverträge deutscher Banken und Sparkassen, Standarverträge der Loan Markets Association (LMA))
- Strukturierung einer gewerblichen Immobilienfinanzierung.
- Ablauf der Verhandlung und Dokumentation (Absichtserklärung, Vertragserstellung, Verhandlung, "Signing", Auszahlungsvoraussetzungen ("Conditions Precedent"), "Closing")
- Musterkreditvertrag mit Kommentierung der relevanten Klauseln aus rechtlicher Sicht und der jeweiligen Sicht des Kreditgebers und des Kreditnehmers
- Typische Sicherheitendokumente mit Kommentierung der relevanten Klauseln aus rechtlicher Sicht und der jeweiligen Sicht des Kreditgebers und des Kreditnehmers (Grundschuldbestellungsurkunde, Sicherungszweckvereinbarung, Abtretungsvertrag über die Mieteinnahmen, Abtretungsvertrag über die Versicherungsansprüche, Verpfändungsvertrag über die Gesellschaftsanteile in der Objektgesellschaft, Verpfändungsvertrag über die Bankkonten der Objektgesellschaft, Rangrücktritts- und Belassungsvereinbarung)
Ein ausführliches Sachverzeichnis rundet das Werk ab und ermöglicht den schnellen, gezielten Zugriff.

Rezension

Eine Mustersammlung für die Kreditpraxis

Der gewerbliche Immobilienkreditvertrag ist als Thema schwer zu greifen, schon weil es keine juristische Definition für ihn gibt. Klar ist nur, dass der Kreditnehmer kein Verbraucher ist und der Kredit auf einer oder mehreren Immobilien als wesentliche Sicherheit abgestellt wird. Autor Werner Gumpp weiß das nur allzu gut, hat er sich doch als Rechtsanwalt in  Großkanzleien, im Finanzwesen und in der Immobilienwirtschaft mit solchen Verträgen befasst. Sein Buch ist der ehrgeizige Versuch, einen Praxisleitfaden zu erstellen, der für Mitarbeiter in Banken, Anwaltskanzleien sowie in Immobilien- und Asset-Management-Unternehmen gleichermaßen als Nachschlagewerk geeignet ist. Dieses Unterfangen ist im Großen und Ganzen als geglückt anzusehen. Neben einer kurzen Übersicht zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und den Vertragsverhandlungen bildet ein umfangreicher Mustervertragstext mit 190 Seiten Umfang den Kern des Buchs. Hinzu kommen Vorlagen für alle relevanten Dokumente von Sicherheiten, die nochmals rund 130 Seiten umfassen. Alle Formulare lassen sich praktischerweise mit einem individuellen Zugangscode, der im Innenumschlag des Buchs abgedruckt ist, von der Verlagswebseite herunterladen. Das funktioniert ganz tadellos. Die elektronischen Dokumente sind im Rich-Text-Format (rtf) gehalten und lassen sich daher in jedem gängigen Textverarbeitungsprogramm weiter bearbeiten und auf individuelle Vertragserfordernisse anpassen. Einen fachkundigen Rechtsberater kann und will das Buch aber nicht ersetzen.
Da sich in einem solchen Praxisleitfaden unmöglich alle Varianten berücksichtigen lassen, die bei der Erstellung eines gewerblichen Immobilienkreditvertrags auftreten können, hat sich der Autor bei seinem Mustertext an einer häufig vorkommenden Konstellation orientiert: Die fiktive Kreditnehmerin ist eine deutsche GmbH oder GmbH & Co. KG, die selber Eigentümerin des gesamten Beleihungsportfolios ist und daher auch als Sicherungsgeberin auftritt. Das beispielhafte Beleihungsportfolio besteht überwiegend aus Wohneinheiten mit einem kleineren Gewerbeanteil sowie Parkplätzen oder Garagen. Zudem wird lediglich der Fall heißt, auf Finanzierungsseite ist nur eine einzelne Bank aktiv, kein Konsortium von
Finanzierungspartnern.
Damit schließt der Autor ganz bewusst eine Lücke, wie er einleitend ausführt: Für internationale Konsortialkredite gibt es die Musterverträge der Loan Market Association (LMA), eines 1996 gegründeten Verbands, dem heute rund 700 Akteure auf dem gewerblichen Kreditmarkt als Mitglieder angehören. Die Vertragsmuster der LMA sind ähnlich umfangreich wie der vorliegende Leitfaden, allerdings sind sie lediglich den LMA-Mitgliedern zugänglich. Frei erhältliche Musterverträge wiederum sind oft nicht modular aufgebaut und damit schwerer an den Einzelfall anzupassen. Eine Ausnahme bilden die Vertragsmuster des Verbands der Deutschen Pfandbriefbanken (VDP), die kostenlos von dessen Webseite heruntergeladen werden können und die der Autor auch als positives Beispiel erwähnt. Allerdings ist der von Gumpp erstellte Vertragstext mehr als doppelt so umfangreich wie die VDP-Vorlage und berücksichtigt wesentlich mehr Details. Zudem folgt der Autor, soweit möglich, der grundlegenden Logik der LMA-Muster, die international üblich und vielen Fachleuten bereits aus ihrer täglichen Arbeit vertraut ist. Insgesamt überzeugt das Werk durch seine Detailtiefe, die dem angestrebten Zweck gerecht wird. Trotz des Fokus auf deutsche Kreditnehmer wären allerdings zumindest online verfügbare, englischsprachige Versionen der wesentlichen Mustertexte wünschenswert gewesen. Diese Lücke ließe sich im Digitalzeitalter leicht schließen.


Ulrich Schüppler, Immobilien Zeitung 18, 6. Mai 2021, Seite 12

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