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Corona und die Immobilienpreise

War das nun die Nadel, die den gut gefüllten Preisballon zum Platzen bringt?

Report

Autor: Reiner Braun

Reihe: empirica paper

Anbieter: empirica

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  • Berichtszeitraum: Jahr 2020
  • Erscheinungsdatum : 15.04.2020
  • Seiten : 13 Seiten
  • Datei-Typ : PDF-Datei
  • Größe : 382,83 kB

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Inhalt

Der längste Wohnungsmarktzyklus der Bundesrepublik hätte jetzt auch ohne Corona allmählich sein Ende gefunden.


Mittelfristiger Effekt - Eine Delle
Insgesamt rechnet empirica in den kommenden Monaten mit einer Delle bei den Kaufpreisen, die bei -10% bis -25% liegen dürfte. Die Bandbreite reflektiert die vom Sachverständigenrat am 30.03.2020 veröffentlichten drei Szenarien für die Entwicklung des BIP in Form eines V, U oder L (delta BIP in % für 2020/2021 = -2,8/+3,7 | -5,4/+4,9 | -4,5/+1,0). Die Mieten werden erheblich weniger sowie eher nur für kurze Dauer nachgeben und danach wie schon vor Corona weiter stagnieren.


Langfristiger Effekt - Erholung in Sicht
Insgesamt rechnet empirica im besten Falle mit einer Stabilisierung der Kaufpreise ab Ende 2021 sowie mit (leicht) steigenden Kaufpreisen und Mieten, sobald und in dem Maße wie die Einwohnerzahl in Deutschland durch eine neue Außenwanderung wächst.


Fazit
Deutschland hat einen gut organisierten und derzeit sogar sehr flexiblen Sozialstaat (Wohngeld, Hartz IV, Kurzarbeitergeld). Das wird Deutschland helfen, schneller als andere einen soliden Weg aus der Krise zu finden. Hinzu kommt: Gewohnt wird immer! Auch wenn kurz- bis mittelfristig die Preise und vielleicht auch die Mieten sinken werden, wird es dennoch keine Leerstände wie in den 1990er Jahren geben. Langfristig wird Deutschland ein sicherer Hafen für Kapitalanleger bleiben, und auch die Konsumnachfrage nach dem Gut „Wohnen" wird spätestens durch eine nicht unwahrscheinliche neue Außenwanderungswelle aus (Süd-)Europa stabil wachsen.

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