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|BücherPlanung/Bau

Vom Wert des Weiterbauens

Konstruktive Lösungen und kulturgeschichtliche Zusammenhänge

Vom Wert des Weiterbauens

Fachbuch

Herausgeber: Eva Maria Froschauer, Werner Lorenz, Luise Rellensmann

Verlag: Birkhäuser Verlag

49,95 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2020, 256 Seiten, gebunden

Inhalt

Transformation statt Abriss und Neubau, Entwicklung statt Bruch: Zunehmend rückt das Prinzip Weiterbauen als Gegenposition zum Neubau-Paradigma der Moderne in den Fokus von Architektur und Bautechnik. Es versteht das Bauwerk weniger als abzuschließendes Produkt denn als kontinuierlichen Prozess, thematisiert die Kontinuität von Orten und Bauten und wirft neue Fragen nach ihrer Abgeschlossenheit und Autorenschaft, nach Haltbarkeit und Nachhaltigkeit auf. Im Fokus des Bandes stehen neben den technischen und künstlerischen Prozessen von Umbau und Anpassung auch die sich ändernden gesellschaftlichen Wertvorstellungen und Interpretationsmuster, die in der Neuausrichtung vorhandener Bausubstanz durch das Weiterbauen ihren materiellen Ausdruck finden.

Rezension

Weiter, nicht neu bauen

„Vom Wert des Weiterbauens" lautet der Titel des vorliegenden Buchs, und darin steckt auch eine Forderung. Und zugleich der tröstliche Hinweis, dass eine Absage an den Neubau nicht bedeuten muss, dass man verzichten soll, mit Bauen Geld zu verdienen. Weiterbauen ist also das Zauberwort, die Welt mag weitgehend gebaut sein, fertig ist sie aber nie. Der Konferenzband stammt aus der akademischen Welt und hat zunächst einen theoretischen Ansatz. Er führt aber auch einige konkrete Beispiele aus der ingenieurstechnischen, denkmalpflegerischen, gestalterisch-architektonischen und städtebaulichen Praxis auf. Dabei verstehen die Autoren Bauwerke nicht als abgeschlossene Produkte, sondern als in einem kontinuierlichen Prozess begriffen. Der Leser wird an den Umbau und die Umnutzung von Gewerbe- und Industriebauten denken, wofür es ja unzählige gute Beispiele gibt und die der Band ebenfalls thematisiert. Besonders interessant wird es aber, wenn es um so schwierige Immobilien wie in den 1960er und 1970er Jahren in Systembauweise errichtete Schulgebäude geht. In der Demonstration, wie sich die Potenziale nutzen lassen, die ein auf späteres Weiterbauen ausgerichtetes Bauwerk bietet, wird besonders deutlich, dass mit dem Weiterbauen nicht gemeint ist, sich sklavisch an ursprüngliche Konzepte zu halten, sondern Schwächen zu beheben und Bauten an heutige Bedürfnisse anzupassen.


Thomas Hilsheimer, Immobilien Zeitung 10, 11, März 2021

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