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Der behauste Mensch

Von vier Wänden und einem Dach über dem Kopf. Im Dialog mit 77 Persönlichkeiten von Aristoteles bis Stefan Zweig

Der behauste Mensch

Sonstige

Autor: Kurt E. Becker

Verlag: Patmos

22,00 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2021, 278 Seiten, gebunden

Inhalt

Ein Charakteristikum des Menschen ist, dass er wohnt. Er schläft (normalerweise) nicht im Freien und baut nicht nur ein flüchtiges Nest für die Jungen. Menschen richten sich ein, ihr »Home« ist ihr »Castle«. Der Wohnraum gehört zur Intimsphäre und darf nur auf Einladung betreten werden. Zu Hause gibt sich ein Mensch zu erkennen; man erfährt viel über ihn dadurch, wie er »haust«. Zum Wohnen gehören auch die Nachbarschaft und die Stadt, dahinter stecken Ideen und Konzepte, Welt- und Menschenbilder. Wohnen hat Voraussetzungen, Folgen und Begleiterscheinungen, die einem meist nicht bewusst sind, die sich immer wieder gewandelt haben und die viel über das Selbstverständnis der Menschen aussagen. Um all das und mehr geht es in diesem kurzweiligen und anregenden Sachbuch. Es besteht aus 77 Gesprächen mit Persönlichkeiten der Kulturgeschichte. Diese Gespräche sind fiktiv, weil Kurt E. Becker sie zusammengestellt hat. Zugleich sind sie nicht fiktiv, weil es sich bei den Aussagen der »Gesprächspartner*innen« um authentische Textpassagen aus deren Werken handelt. Ein kluges und hintergründiges, bisweilen launiges Lesevergnügen für manchen Aha-Effekt.

Rezension

77 imaginäre Gespräche über Bauen und Wohnen

Was hat Goethe eigentlich über das Bauen gesagt? Oder Friedrich Nietzsche? Oder Karl Marx? Der Publizist Kurt E. Becker, in der Immobilienbranche bekannt als Mediencoach (u.a. JLL), hat aus dieser Idee ein Buch gemacht. „Der behauste Mensch" heißt seine Sammlung von 77 imaginären Gespräche mit Größen der Geistes- und Kulturgeschichte.


Nietzsche (1844 – 1900) lässt kein gutes Haar an der Architektur seiner Zeit (heute als Gründerzeitarchitektur hoch im Kurs). „Ich gehe durch die neuen Straßen unserer Städte und denke, wie von allen diesen gräulichen Häusern, welche das Geschlecht der öffentlich Meinenden sich erbaut hat, in einem Jahrhundert nichts mehr steht ..." Goethe formuliert das Prinzip der Nachhaltigkeit. „Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muss recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen." Marx ist der Prophet des Immobilienmarkts. „Als Rente ist der Grundbesitz mobilisiert und wird ein Handelsartikel. ... Die Rente hat den Grundbesitzer so vollständig vom Boden ... losgelöst, dass er nicht einmal nötig hat, seine Ländereien zu kennen ..."


Becker war vom Verlag angehalten, in seinem Buch möglichst viele Frauen zu Wort kommen zu lassen. Das Gespräch mit der englischen Schriftstellerin Virginia Woolf (1882 – 1941) beginnt mit der Frage: „Frau Woolf, Warum gibt es so wenig Literatur von Frauen?" Woolfs Antwort lautet zugespitzt formuliert: Weil sie viel seltener ein eigenes Zimmer haben als Männer.


Christoph von Schwanenflug, Immobilien Zeitung 14, 8. April 2021, Seite 12

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