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|BücherArchitektur und Städtebau

Schauplatz Tatort

Die Architektur, der Film und der Tod

Schauplatz Tatort

Bildband

Autoren: Alexander Gutzmer, Udo Wachtveitl, Guido Walter, Oliver Elser

Verlag: Callwey Verlag

39,95 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2013, 192 Seiten, gebunden

Inhalt

Der Tatort ist die älteste Krimireihe im deutschen Fernsehen und wurde seit 1970 mehr als 850 Mal ausgestrahlt. Jeden Sonntag schauen mehr als 8 Millionen Zuschauer zu. Das Buch "Schauplatz Tatort" nimmt erstmals die Architektur im "Tatort" ins Visier und blickt hinter die Kulissen. Durch Interviews mit unterschiedlichen Akteuren wie z.B. einem Regisseur, einem Designer und natürlich den Kommissaren erhält der Leser spannende Informationen rund um die Schauplätze bzw. das Stilmittel der Architektur im Film.


Bilder aus dem Buch

Rezension

Immobilienschauplatz Tatort

Der gewöhnliche Tatort-Fernsehkrimi hat mehr als nur zwei Protagonisten. Auch die Städte, in denen die Ermittlerteams tätig sind, drücken der Krimi-Reihe einen Identitätsstempel auf. Dieses Zusammenspiel zwischen Handlung und Setting versucht nun der im Münchner Callwey Verlag erschienene Bildband „Schauplatz Tatort" zu illustrieren. Nettes Detail am Rande: Unter den vier Autoren findet sich der Schauspieler Udo Wachtveitl, der im Münchner Tatort den Ermittler Franz Leitmaier mimt.


Der Versuch gelingt durchaus, auch wenn sich der Bildband auf den ersten Blick wie ein luxuriös gestalteter Tatort-Almanach gibt: Alle Ermittlerteams werden auf einer Doppelseite vorgestellt, ihre persönliche Wohn- und Arbeitssituation knapp umrissen. Dabei dürften auch eingefleischte Fans der Serie Neues erfahren. Wer hätte schon gedacht, dass sowohl Lannert und Bootz (Stuttgart) als auch Kopper und Odenthal (Ludwigshafen) und Blum und Perlmann (Konstanz) ihre Büros in Wirklichkeit in einer Baden-Badener Schule haben? Oder, dass die Berliner Kommissare Till Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) zeitweilig im Ludwig-Erhard-Haus der Berliner Industrie- und Handelskammer untergebracht waren, einem Bau, den der britische Stararchitekt Nicholas Grimshaw entworfen hat? Doch der neuen Produktionsfirma schien der Bau zu futuristisch und zu protzig, nicht richtig zur präkeren finanziellen Situation der Stadt Berlin passend. Ritter und Stark mussten umziehen – in das Gebäude, das im wahren Leben den Berliner Wasserbetrieben gehört.


Anekdoten und Details machen diesen Bildband zu einem kurzweiligen Schmöker. Der Bezug zwischen Film und architektonischer Wirklichkeit wirkt jedoch bisweilen bemüht und ist streckenweise banal. Dass beim Kölner Tatort jede Folge mit einem Blick auf den Kölnert Dom an einer Imbissbude endet, bedarf eigentlich keiner weiteren Erläuterung. Auch neue Wahrzeichen – etwa die Hamburger Elbphilharmonie – werden so ins Licht gerückt, schließlich haben die Serien bei durchschnittlich 8 Millionen Zuschauern durchaus auch einen touristischen Auftrag.


Unterm Strich gibt es aber tatsächlich einiges über die Schauplätze der Serie zu erfahren. Joe Bausch (Gerichtsmediziner Joseph Roth) führt durch seinen wahren Arbeitsplatz: Er ist seit 26 Jahren Gefängnisarzt in der Haftanstalt Werl in NRW. Viele alte Bilder, kunstvolle Aufnahmen der Städte, Szenenbilder aus alten Tatortfolgen und viele kleine Details machen den Band zu einem echten Fundus für Tatort-Fans. Und sicherlich wird der eine oder andere die Serie künftig mit etwas anderen Augen sehen.


Andreas Nöthen, Immobilien Zeitung

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