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|BücherArchitektur und Städtebau

Architekturführer Pjöngjang

Reiseführer Nordkorea

Architekturführer Pjöngjang

Fachbuch

Herausgeber: Philipp Meuser

Verlag: DOM Publishers

38,00 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2011, 360 Seiten, gebunden, 13,5x24,0cm

Inhalt

Erster Architekturführer über die Hauptstadt der "Demokratischen Volksrepublik Korea" mit exklusivem Material aus einer Zusammenarbeit von nordkoreanischen Fotografen und Architekten. Propagandatexte und offizielle Fotos bilden in dieser Publikation einen Schwerpunkt. Kenntnisreich wird das Originalmaterial in einen architekturtheoretischen und baugeschichtlichen Kontext gestellt. Ambitionierte Gesellschaftsbauten, monotone Wohntürme und eine monumentale Leere prägen die Drei-Millionen-Metropole, die während des Koreakriegs 1950 bis 1953 nahezu vollständig zerstört wurde. Das Buch wirft einen bislang unbekannten Blick auf die Hauptstadt des abgeschotteten Lands, das inzwischen seit mehr als drei Generationen von einem strengen Kommunismus beherrscht wird.

Rezension

Architektur am Endpunkt der „Achse des Bösen“

Nordkorea ist eines der verschlossensten Länder der Welt. Nur wenige ausländische Besucher dürfen die Grenze passieren und noch seltener gewähren Fotos einen Einblick in den Alltag der Menschen. Zwischen Kim-Kult und Kernwaffen dürfte das Bild des sozialistischen Staates in den westlichen Köpfen bes­tenfalls fragmentarisch sein. Das Vorstellungsvermögen von dem Land am Ende der „Achse des Bösen" (George W. Bush jun.) erhält nun jedoch neues Futter: Der zweibändige „Architekturführer Pjöngjang" gibt einen umfassenden Überblick über die Konzeption und die Bauten der nordkoreanischen Hauptstadt.
Der erste Band widmet sich in sieben Kapiteln den Themen Städtebau, Wohnungsbau, Kulturbauten, Bildung und Sport, Hotels und Warenhäuser, Verkehrsbauten und – in einem Land mit ausgeprägtem Führerkult nicht zu vernachlässigen – Denkmälern. Farbfotos von insgesamt 96 Objekten geben einen umfassenden Überblick über die Baukultur. Name, Entstehungsjahr und sehr kurze Texte, meist nicht mehr als zwei bis fünf Sätze, erläutern die verschiedenen Objekte, manchmal ergänzt durch Detailfotos und kleine Abbildungen der Baupläne. Die Fotos, zusammengestellt vom Verlag für Fremdsprachige Literatur, Pjöngjang, zeigen die Gebäude und Plätze im besten Licht. Allein wegen ihrer Größe wirken die Bauten oft beeindruckend.
Nach dieser optischen Einführung erläutert der zweite Band die Konzepte hinter dem Raster an Achsen und Sichtbeziehungen. Kritisch führt Herausgeber Philip Meuser mit einem literarischen Spaziergang durch das „architektonische Kuriositätenkabinett" Pjöngjangs. Dabei vermittelt er viel Hintergrundwissen zu der Entstehung der Bauprojekte – und ihrer mitunter schwierigen Finanzierung. Aufsätze zur Stadt- und Architekturgeschichte vertiefen das Verständnis, ebenso wie ein Auszug aus dem Aufsatz „Über die Baukunst" des 2011 verstorbenen Machthabers Kim Jong-il. Dominierten im ersten Band „offizielle Fotos", setzt der Herausgeber im zweiten vorwiegend auf eigenes bzw. westliches Material. Damit tauchen plötzlich auch Menschen auf den Fotos  auf sowie Alltagsszenen – und auch so manches Propaganda-Plakat. Beide Bände sind aufwendig mit einem Seitenregister gestaltet. Der Architekturführer schließt eine Informationslücke und blickt nicht nur auf die Außenwand, sondern auch hinter die Fassade.     (sma)


aus: Immobilien Zeitung, Nr. 14/2012

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