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|BücherArchitektur und Städtebau

Urbanität und Dichte im Städtebau des 20. Jahrhunderts

Urbanität und Dichte im Städtebau des 20. Jahrhunderts

Fachbuch

Autor: Wolfgang Sonne

Verlag: DOM Publishers

98,00 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
2. Auflage, 2014, 360 Seiten, gebunden

Inhalt

ln der Geschichtsschreibung über den Städtebau im 20. Jahrhundert dominieren funktionalistische beziehungsweise avantgardistische Modelle der Stadtauflösung. Der vorliegende Titel stellt dagegen Projekte vor, die das Ideal einer dichten und urbanen Stadt zum Ziel hatten. Anhand von Plänen, Anlagen und Theorien von dichten und urbanen Städten des 20. Jahrhunderts werden Beispiele des Städtebaus analysiert und hervorgehoben, die bislang eher als Randphänomene bewertet wurden - Konzepte, die sich im Wesentlichen durch Funktionsmischung, soziale Offenheit, öffentliche Räume, städtische Architektur und Stadtkultur auszeichnen. Aus dieser Neubewertung ergibt sich auch für aktuelle Planungen die Möglichkeit, anders auf historische Beispiele zurückzugreifen und andere, den heutigen Bestrebungen nach Urbanität und Dichte besser entsprechende Beispiele als »best practice«-Modelle zur Verfügung zu haben.

Rezension

Urbanität und Dichte

Die Diskussion um zusätzlichen Wohnraum in den deutschen Ballungsgebieten ist im vollen Gange. Während die Politik über Gesetze (Mietpreisbremse) zu justieren versucht, wird in vielen Städten städtebaulich in der Nachverdichtung das Heil gesucht. Dabei gibt es meist zwei Streitpunkte: das Ob und das Wie. Aber: die Probleme, die Planer zurzeit umtreiben, sind nicht neu, wie der Blick in „Urbanität und Dichte im Städtebau des 20. Jahrhunderts" verdeutlicht, das von Wolfgang Sonne nun bei DOM publishers erschienen ist. Dabei ist er versucht, ein festes Geschichtsbild ins Wanken zu bringen. Denn bis heute liest sich die Geschichtsschreibung in weiten Teilen so, als hätte die Moderne die traditionellen Stadtkonfigurationen aufgelöst und die räumliche und bauliche Organisation der Stadt neu gefasst. In der Postmoderne, so die weitläufige Lehrmeinung bisher, sei zu traditionellen Stadtformen zurückgekehrt. Sonnes These lautet: Neben den bekannten, avantgardistischen anti-urbanen Beispielen aus Europa und den USA gab es durchaus auch Beispiele konventioneller pro-urbaner Stadtplanung. Diese These stützt Wolfgang Sonne dadurch, dass er viele Beispiele aufführt, die das Ideal einer dichten und urbanen Stadt zum Ziel hatten. Dabei bedient er sich nicht nur deutscher Beispiele, allen voran aus Berlin. Sonne weitet den Blick und schaut über den Tellerrand nach Wien, Amsterdam, Kopenhagen, Paris, Mailand, London und New York. Der Aufbau des Buches entspricht dabei den zentralen städtebaulichen Aufgaben der 20. Jahrhunderts: Wohnbau in der Großstadt, Plätze und Straßen als „Bühnen" der Öffentlichkeit, Hochhäuser als Generatoren von öffentlichen Stadträumen, (konventioneller und traditionalistischer) Wiederaufbau sowie Stadtreparatur. Ein kurzweiliger Bildband zum schmökern ist das Werk aber nur bedingt. Vielmehr handelt es sich um eine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema - die eben auch entsprechend sperrig zu lesen ist, wenn man nicht Architekt oder Stadtplaner ist. Ein Beispiel: Seiner Argumentation stellt Sonne die Definitionen der Begriffe Dichte und Urbanität voran. Letztere wird auf über 20 Seiten aufgedröselt. Doch die Mühe, die das Lesen durchaus bereitet, lohnt sich. Denn neben der Möglichkeit, für aktuelle Planungen auf historische Beispiele zurückzugreifen, lernt man einiges über die Wissenschaftsgeschichte des Städtebaus im 20. Jahrhundert. Der Autor, Wolfgang Sonne, ist Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der TU in Dortmund. (noe)

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