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|BücherArchitektur und Städtebau

Stadtdenker

Ein Spielraum für urbane Entdeckungen

Stadtdenker

Fachbuch

Autor: Turit Fröbe

Verlag: Jovis Verlag GmbH

28,00 € inkl. MwSt. *

lieferbar innerhalb ca. 2-4 Werktagen
1. Auflage, 2014, 192 Seiten, Paperback

Inhalt

"Du siehst was, was ich nicht sehe!"
Wie lässt sich auf breiter Ebene die Kommunikation mit Bürgern herstellen, die unter Umständen noch nie über Themen wie Architektur, Stadt oder Baukultur nachgedacht haben? Wie kann man sie dazu bringen, in der eigenen Stadt die Haltung eines Reisenden einzunehmen und sich mit uneingeschränkter Offenheit auf Entdeckungstour zu begeben? Und ist es überhaupt möglich, als Fremde in eine Stadt zu kommen und den Bewohnern eine neue Sicht von außen nahezubringen? Wie fädelt man dieses Vorhaben ein, ohne vermessen zu erscheinen?
Dieses Buch dokumentiert das Modellprojekt "Du siehst was, was ich nicht sehe - als Stadtdenker in Paderborn", das im Rahmen des ExWoSt Forschungsfeldes "Baukultur in der Praxis" durchgeführt wurde. Es bietet Städten, Gruppen, aber auch interessierten Bürgern eine Fülle von Anregungen, Spielanleitungen und Gebrauchsanweisungen für überraschende Entdeckungsreisen in die vermeintlich bekannte Alltagsstadt mit ihren unbeachteten "Würdigkeiten" am Wegesrand, ihren verborgenen urbanen Qualitäten und dem vermeintlich Hässlichen, das bei genauerer Betrachtung plötzlich einen ganz eigenwilligen Charme offenbart.

Rezension

„Paderborn ist schön!"

Es gibt diese öden Orte, deren Namen jeder kennt, die aber kein Bild im kollektiven Gedächtnis hinterlassen und deswegen niemals Sehnsuchtsort werden können für die Massen. Dass es sich auch in solchen Provinz–Großstädten lohnt, genau hinzuschauen und über Baukultur zu diskutieren, hat Turit Fröbe mit ihrem neuen Buch Stadtdenker bewiesen. Schon in der Vergangenheit ist die Architekturhistorikerin und Urbanistin durch ungewöhnliche Projekte aufgefallen. So entwickelte sie während ihres Studiums der Europäischen Urbanistik das Strategiespiel planURBAN! und stellte ihr inniges Verhältnis zu Bausünden u.a. in ihrer Monografie „Die Kunst der Bausünde" und in dem Kalender „Bausünden zum Abreißen – 2015: Der Abrisskalender. Alles wird schön!" unter Beweis. Beide Vorlieben – kreative Spiele und vermeintliche Bausünden – verbinden sich bei dem Paderborner Stadtdenker-Projekt (www.stadtdenker.de) zu etwas Neuem: Mit neun Architekturstudenten der Universität der Künste arbeitete sie eine Woche lang in Paderborn daran, den Dialog über Baukultur anzustoßen. Dabei bedienten sie sich konsequent der Technik des „liebevollen Blicks" und redeten viel mit den Bewohnern. Sie sorgten für ein neues Erleben der Stadt durch Nachtwanderungen und Schnipseljagden oder Spaziergänge mit dem Stadtplan einer fremden Stadt. Mit der Markierung von Lieblingsorten setzten sie dem „liebevollen Blick der Paderborner Bürger ein Denkmal" und schärften „die Aufmerksamkeit für die vielen kleinen und großen „Würdigkeiten". Am Ende steht die Erkenntnis: „Paderborn ist schön!" Das Buch bietet Handlungsanweisungen in Form von neun Spielanleitungen, die sich auf Städte mit bis zu 350.000 Einwohnern anwenden lassen und für Kommunen eine gute Inspirationsquelle sein dürften. Doch auch für Flaneure ist das Buch eine Schatzkiste, um die eigene Wahrnehmung spielerisch zu erweitern.


Sonja Smalian, Immobilien Zeitung 3, 22. Januar 2015

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